lilapapierschwein http://lilapapierschwein.blogsport.de lila aus papier und auch sonst oinkoink Wed, 18 Mar 2015 21:13:11 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en PAL – Problem anderer Leute http://lilapapierschwein.blogsport.de/2015/03/18/pal-problem-anderer-leute/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2015/03/18/pal-problem-anderer-leute/#comments Wed, 18 Mar 2015 21:13:11 +0000 Administratorin Allgemein steile Thesen http://lilapapierschwein.blogsport.de/2015/03/18/pal-problem-anderer-leute/ Ein PAL-Feld beruht auf der angeborenen Neigung der Leute, nicht zu sehen, was sie nicht sehen wollen, nicht erwartet haben oder nicht erklären können. Sie erklären es einfach zum Problem anderer Leute (PAL) und nehmen es deshalb schlicht nicht wahr. Es kann obendrein über hundert Jahre lang mit einer einfachen Taschenlampen-Batterie betrieben werden.

#per Anhalter durch die Galaxis enthält so viel Wahres!

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expose me http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/07/13/expose-me/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/07/13/expose-me/#comments Sun, 13 Jul 2014 17:07:42 +0000 Administratorin Allgemein ZUKUNFT steile Thesen auf arbeit http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/07/13/expose-me/ wenn die bibliothek dein zweites zuhause wird.
wenn kopfhörer mit deinen ohren verschmelzen.

wenn du deine wanderschuhe in den schallenden gängen zwischen den bücherregalen einläufst.
wenn der kampf um die arbeitsplätze unerbittlich in tonlosem geflüster und voll zorniger miene verläuft.

Der Zusammenhang zwischen der Einstellung mittelschichtorientierter Lehrkräfte und milieuspezifischer Diskriminierung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler.

erster Exposé-Entwurf? ✓

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wanderschuhe http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/06/29/wanderschuhe-2/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/06/29/wanderschuhe-2/#comments Sun, 29 Jun 2014 18:27:14 +0000 Administratorin Allgemein ZUKUNFT man gönnt sich ja sonst nüscht http://lilapapierschwein.blogsport.de/2014/06/29/wanderschuhe-2/ ich habe jetzt wanderschuhe.
sie sind neu. blau. und schön.

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detroit – die stadt ist tot, es lebe die stadt http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/30/detroit-die-stadt-ist-tot-es-lebe-die-stadt/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/30/detroit-die-stadt-ist-tot-es-lebe-die-stadt/#comments Fri, 30 Aug 2013 19:55:30 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/30/detroit-die-stadt-ist-tot-es-lebe-die-stadt/ unseren mut zu testen hat sich detroit scheinbar oder anscheinend vorgenommen. nach südafrika wohl eine gegend, über die das gerede um gewalt und kriminalität vergleichbar präsent ist. ausgerechnet hier muss amtrak beweisen, wie sehr verspätung zum image dieser zuggesellschaft gehört. um im dunkeln und ohne richtige busverbindung zum hostel zu kommen, liefen wir also schwer bepackt, quasi mit aushängeschild „please rob us“, bestimmt 2 meilen durch gefühltes niemandsland. ich habe gesungen, um die räuber fern zu halten. wenns bei bären klappt?
es hat diesmal funktioniert, nur wäre germanus mir auch fast von dannen gelaufen.
das hostel detroit ist sehr empfehlenswert, weil gemütlich, familiär und (zu) gesprächig. außerdem sind alle alternativen angeblich verwanzt und wo sonst gibt es so gemütliche 2-bed-dorms/doubles für die usa günstig?
der hostelwarden gab uns eine einführung in detroitsche überlebensregeln: nicht auf dem kaputten, grasüberwachsenen gehwegen laufen, sondern auf der straße, dann siehste potentielle angreifer, die ausm gebüsch gesprungen kommen, früher. und: davorne an der schule NICHT links gehen. macht alles was ihr wollt. nur dort nich links gehen. überall wo das gras nicht gemäht wird, hat die stadt die kontrolle verloren. oder das grundstück gehört der stadt. naja – egal.

ohne gepäck und auf der suche nach essen, stellten wir fest, dass besagtes niemandsland eines der belebteren fleckchen detroits ist: corktown, mit bars und restaurants und fast schon nachtleben.
der nächste tag wurde ähnlich beton-lastig und mein fuß machte derart querelen, dass wir ausnahmsweise wegen mir pausieren mussten.

zu unserem glück war das museum of contemporary art detroit (mocad) leider geschlossen , dafür das museum mit den ganzen picassos und monets und riveras kostenlos. lange haben wir das nicht ausgehalten und sind auf phototour durch die straßen gewandert, menschenleer bis auf vor wohnunterkünften o.ä., wo offen drogen verkauft wurden.

wir aßen miniburgers oder slides in den „green dot stables“ genauso empfehlenswert wie „Slows Bar-BQ“, aber sehr fleischig-fettig und nicht gut für die haut. diese bar-restaurants boomten und auch andere stadtteile sind geprägt von den zuziehenden studis, die ihre chance der selbstverwirklichung und des mitgestaltens einer neuen phase der stadt nutzen. die mieten sind hier halb so teuer und besonders kunstprojekte und neuartige musik finden starken anklang. detroits lokalpatriotismus scheint ungebrochen, wenn nicht gar gestärkt und in „resident-advisor-videos“ wird von dieser einzigartigen vorreiterposition detroits geschwärmt. detroit lohnt sich!
unser nächster tag war so verregnet, dass wir uns hauptsächlich in einem riesigen, 4-stöckigen bücher-antiquariat (John K. King Used & Rare Books), in einer hot-dog bar und in einem platten-laden rumdrückten.

wir haben aber auch Kanada gewunken und nette busfahrer kennengelernt. diese haben öfter mal kein papier mehr für die ticket-maschine so dass ne kostenlose fahrt für alle bei rumkommt, oder mal eben ein kreuzender bus angehalten wird, um den komisches touris das transfer-ticket zu drucken. andererseits fällt der ein oder andere bus auch mal aus, was zu schweißtriefenden, gepäckbeladenen, stressgepeitschten märschen durch die dunkelheit führt. so wies anfängt – hörts auch auf. mit verspätungen.

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pure devotion http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/pure-devotion/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/pure-devotion/#comments Mon, 12 Aug 2013 14:31:02 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/pure-devotion/

amtrak – mitarbeitende müssen bestimmt vor jedem dienstanritt auf den zug und nichts als den zug schwören. verspätung gehört da dazu. als die auswechsel-crew bei einer unserer fahrten verspätung hatte, gab es über die lautsprecheranlage eine lange erklärung zu den ursachen. wir wurden fast zu tränen gerührt, als die – zitat: „heroischen anstrengungen“ – der auswechsel-crew beschrieben wurden. der abzulösende schaffner versicherte uns mit gefühlsschwangerem tremor in der stimme, dass der nächste seiner sorte ein ganz besonders fähiger, toller sei und er schon viel und gerne mit ihm zusammen gearbeitet hat. diese notfall-crew käme extra mit dem taxi angefahren und begleite uns dann sicher zur endstation, bevor sie wieder mit dem taxi zur ausgangsstation fährt. heroisch – wirklich einfach nur heroisch, die arbeit, die sie vollbringen. und das alles für uns!
ganz klar, dass dann so 1-2 stunden verspätung ohne wimpernzucken so gut wie bio-honig schmecken.

….heute abend gehts wieder auf tour. diesmal nach new york. erstmal per bus nach toledo, dort mitternächtliche 4h aufenthalt und dann 16 stunden zug, yay! logbuch folgt.

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oh windiges chicago http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/oh-windiges-chicago/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/oh-windiges-chicago/#comments Mon, 12 Aug 2013 02:26:11 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/12/oh-windiges-chicago/ gefallen hats, sehr sogar. und die vorfreude auf new york steigt. wir haben 2,5 tage hier verbracht. die ankunft war zugegebener maßen sehr getrübt von dem verloren gegangenen rucksack und den 52 stunden zugfahrt zuvor. umso schöner war es im hostel anzukommen und nach der ganzen gesunden ernährung im zug mal hot dog und gyros zu essen. unser hostel „parthenon“ liegt im griechischen viertel und wird von griechisch sprechenden leuten geführt. wobei der frühstücksaufpasser eher deutsche qualitäten aufwies. mich traf es gleich am ersten morgen. kaffeetassen ohne untersetzer und die falsche gabel fürs toast – klar, dass mir auch erstmal der toaster erklärt und nach mir die kaffeekanne in exakt ursprüngliche position gedreht werden muss. als service galt auch der laut plärrende fernser, der größer als der buffet-tisch war und nur werbung ausspieh.

wir haben viel photographiert und hatten touri-spaß bei der ‚bean‘, eine bohnenförmige, komplett verspiegelte photoattraktion in see-nähe. außerdem waren wir in jedem ‚walgreens‘, das wir finden konnten um goliath den bart abzuscheren mit der perfekten maschine.
besonders gefallen hat uns das mc donalds hier billiger ist.

neiin, quatsch. besonders gefallen hat uns chicagos ‚museum of contemporary art‘. dort gab es photoausstellungen, videoinstallationen, interaktive bauten, (comic-) zeichnungen und kunstkram, wo mir noch die kulturelle ausgefeiltheit fehlt es a) zu benennen und b) den kunstfaktor daran zu verstehen. eine entdeckung war der kurzfilm eines israelis, der mitsamt familie ohne drehgenehmigung ins ikea einzog und kurzerhand ein spontanes theaterstück inszeniert, das grundlegende, gesellschaftskritische fragen aufwirft: stealing beauty von guy ben ner
das parthenon hostel ist okay, geschlechtergetrennte dorms haben für mich nur einen vorteil, wenn sie schnarchfrei und geruchsarmer sind. beides war leider aufgrund ignoranter mitbewohnerinnen und verrammelter fenster nicht zu meinen gunsten. dafür gibts in detroit 2-bett dorms, genial! (falls wir je kommen, der zug sammelt gerade verspätung im schritttempo)

goliaths rucksack ist übrigens problemlos am folgetag eingetroffen. die wiedersehensfreude war groß (und geschenkte 100$ sind och super)

oh, und wir haben chicagos berühmtes essen gegessen: deep dish pizza- reicht für 2 leute und 1,5 mahlzeiten (und das ist die kleinste größe)

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hochzeit mit ochsen und emu http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/10/hochzeit-mit-ochsen-und-emu/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/10/hochzeit-mit-ochsen-und-emu/#comments Sat, 10 Aug 2013 01:36:36 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/10/hochzeit-mit-ochsen-und-emu/ ein jahr. ein ganzes, gesamtes, vollständiges, komplettes jahr hat die vorbereitung dieser hochzeit in anspruch genommen. wir haben die letzten 10 tage mitbekommen und der soziale stress hat sogar mir ein paar stunden schlaf geraubt. so viele dramen! gzsz war nix dagegen. dank seiner layout-künste, konnte gary etwas unterstützen, was uns endlos gedankt wurde. kreisförmige gespräche.

die diablo ranch (ort der trauung) liegt hinter walnut creek/ pleasant hill ca. 25 meilen ins landesinnere nordöstlich von berkeley. schon allein der shuttle ließ die dekadenten ausmaße erahnen der festivitäten die da kommen. ein limousinen bus. wir fuhren mit dem auto in den nationalpark, der wirklich schöne blicke versprach über hügel mit karger natur, gelb verdorrtem gras und alten, knöcherigen bäumen.

eine vollfunktionstüchtige ranch mit werkstatt und komplett mit cowboys und -girls, die im sommer und spätherbst jedes wochenende hochzeitsgesellschaften bewirten. es empfingen uns 20 weißbezogene tische mit 4 verschieden gläsern, tellern und besteck pro person, für deren adäquate benutzung wohl ein studium notwendig ist. dekadenz hin oder her, es sah als so schön aus, das der hinweg und der aufwand, den dieser mit sich brachte, plötzlich gerechtfertigt schien. ein wirklich fabelhafter ort für so ein wichtiges ereignis.
die zeremonie fand unter einem riesigen, schatten spendenden baum statt und rührte viele zu tränen, inklusive braut. für die übersetzung der gebärdeten ‚vows‘ (gelübde) gab es drei dolmetscher_innen und die trauungs-beauftragte sprach mit hand und stimme. anstatt zu klatschen wedelten wir unsere winkelemente über unseren köpfen (dünne stäbe mit 2 bunten bändern). es wurde unendlich photographiert und gefilmt und die vier kleinen blumen- und ringkinder (2-&4-jährig) waren wirklich zum quietschen niedlich.


die trauung

nach den professionellen hochzeitsphotos wurde das paar auf einen mit weißem tüll ausgekleideten traktor-anhänger geparkt und die 20meter zum dinner gefahren. kiiiitsch!
dem ausgefeilten sitzplan entsprechend saßen wir mit 4 gebärdenden jungen lehrer_innen am tisch. wir kamen also stellenweise in den genuss einer übersetzerin und oft haben wir uns über lippenlesen verständlich machen können, während bestimmt die hälfte der gehörlosen gäste dort verbal sprechen konnte. nach etwas gewöhnung, die wir auch durch die gespräche mit gary’s cousine hatten, verstanden wir das meiste. ich hab mir oft gewünscht, dass ich die ressourcen meines uni-instituts genutzt und im vorfeld einen gebärdensprach-kurs gemacht hätte. es kommt auf die liste mit den vielen vorhaben. wir hätten uns dann dennoch nur schwer verständigen können, weil die gebärdensprachen der verschiedenen länder sich ähnlich stark unterscheiden wie die gesprochenen sprachen. nur französisch und amerikanisch sind sehr ähnlich, weil eine französin die erste gebärdensprachschule in den US of A eröffnet hat.
während der vorspeisen kamen die ‚toasts‘ oder glückwunsch-reden, wieder sowohl gesprochen wie auch gebärdet und dreifach übersetzt mit beifall per serviette in der luft. ich bin jetzt auch überzeugt, dass die beiden frischgetrauten ganz wunderbare, besondere menschen sind, die zusammengehören, perfekt füreinander geschaffen wurden und durch sie die welt ein besserer ort ist. aber nach 10jahren beziehung wars ja wirklich auch mal zeit…hmm. ich glaub heiraten lohnt allein wegen des ego-boosts.
zum dessert gabs den ersten tanz, für den das paar extra tanzstunden nahm. salsa ist sicher so schon schwer genug, wie schwer muss es sein, wenn die musik unhörbar ist?der bass war ziemlich schwach, aber die beiden waren dennoch glanzvoll. nichtsdestotrotz wirkte es auf mich gezwungen konventionell, gezwungen „normal“… aber es ist gefährliches terrain zum urteilen. soweit ich das verstanden habe, begreifen sich große teile der gehörlosen gemeinschaft als eigenständige kultur.


auch wir haben uns aufgehübscht

einen vollgestopften bauch, viele smalltalks und endlose photos später, verabschiedeten wir uns vom stark strapazierten paar und all den buntgemischten leuten von der botox-lady bis zur rebellischen 17-jährigen mit den punkigen haarfarben.
ein paar sahen wir beim brunch am nächsten tag im größten, luxuriösesten, komplett weißen und von überall sichtbaren claremont hotel wieder. dort haben wir ganz viel essen geklaut für unsere 52-stündige fahrt nach chicago am darauffolgenden tag.

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google me http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/google-me/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/google-me/#comments Fri, 09 Aug 2013 15:12:15 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/google-me/ gerards mutter übernahm die ehrenvolle aufgabe auf die UPS-Lieferung zu warten, so dass wir mit väterlicher fahrkraft nach silicon valley auf abenteuer fahren konnten.
erste station: facebook-headquarters (hacker way 1)

facebook hq

ein verwirrendes, flaches gebäude, das von allen seiten gleich aussieht. zuerst wollten wir keine böse absicht unterstellen, trauten uns aber vorsichtshalber nicht außer sichtweite des autos, um den fluchtartigen rückzug im falle einer leibhaftigen firewall zu sichern. die firewall entpuppte sich dann neben intensiver videoüberwachung (sind wir jetzt auf facebook?), als süßigkeitenschale, lächeln und gekühltem softdrink. das alles schaffte es fast – aber nur fast – unsere aufmerksamkeit vom schlaraffenland im innenhof fernzuhalten. bunt, glücksversprechend, sonnig und voller menschgewordener facebook-interaktion glitzerte uns der „campus“ an, den zu betreten uns verwehrt wurde:“do you know someone INSIDE?“….marc zuckerberg? mit einem müden lächeln wurde uns erklärt, dass wir am parkplatzeingang ein photo neben dem ‚daumen-hoch-symbol‘ schießen dürfen (und auf facebook posten), was wir argumentationslos machten.

zweiter stopp: google headquarters (in paolo alto)
etwas enttäuscht aber hoffnungsvoll folgten wir dem bunten hinweisschildern. blau, grün, gelb und rot – das sind unsere farben. so gestaltet waren auch die fahrräder, die wir sofort bestiegen (ich etwas zweifelnd, ob wir dürfen).

google bike

im sonnenschein befuhren wir den riesigen campus, der voller beschäftigter menschen mit google-shirts war. die joggten, aßen, fuhren fahrrad, saßen aufm sonnenstuhl am laptop, diskutieren in runden oder spielten lautstark mannschaftssport. alles das bezahlt und glücklich. glückliche kleine arbeiterlein, die kreativsten köpfe des landes, die effektivsten teamworker, die zwischen skulpuren spazierend die welt neu erfinden. das campusmuseum und der rest dieser traumwelt wurde uns wieder mit einer ablehnenden süßigkeit schmackhaft verwehrt.

google

der abend dieses 1.august klang wohlschmeckend beim abendmahl im ferienhaus von potsdamer freund_innen aus, wo ich das wohl intensivste harry potter gespräch über mehrere stunden führte. das war besonders schön und umso beeindruckender wie gut&lang trotz der dekade an altersunterschied wir uns unterhalten konnten. danke :)

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nachtrag: marin county http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/nachtrag-marin-county/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/nachtrag-marin-county/#comments Fri, 09 Aug 2013 00:15:59 +0000 Administratorin Allgemein http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/09/nachtrag-marin-county/ Dank des mietautos unternahmen wir alsbald einen Ausflug nach marin county. Das ist auf der anderen Seite der golden gate bridge und eine noch wohlsituiertere Gegend als berkeley.
Gallerts Vater, selbst berühmter dokumentarfilmer, wusste durch eine doku von hausbootkommunen im sausolito der 1970er. Diese gibt es immer noch, sie sind basisdemokratisch organisiert und sehr kreativ gestaltet mit Dachgärten und buntesten Fassaden. Das ist sicherlich eines der wenigen Überbleibsel der hippie-kommunen Zeit. Die kosten dieser Hausboote sind inzwischen enorm.

Mount tam ist die nächste station, die wir ansteuerten. Gallerts Cousine empfahl uns diesen Berg, da er komplett mit dem auto befahrbar ist. wie schön. Während gallerts Eltern Tee und Kaffee mit tollem Ausblick fröhnten, erwanderten wir uns die nächstliegende hügelgruppe. Berkeley und San Francisco sind zwar vergleichsweise leise Städte, so still wie dort oben hatten wirs aber lange nicht mehr.
der rückweg ging über eine weitere beeindruckende brücke, wie es hier in der „bay area“ so viele gibt.

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logbuch letzter teil http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/08/logbuch-letzter-teil-2/ http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/08/logbuch-letzter-teil-2/#comments Wed, 07 Aug 2013 22:15:21 +0000 Administratorin Allgemein usa http://lilapapierschwein.blogsport.de/2013/08/08/logbuch-letzter-teil-2/ (2. Tag, 6. August)

(34.stunde)
18:34uhr: denver. denver hat zwar keine chips für mich, dafür aber w-lan, ein seltenes gut bei 52stunden zugfahrt. auf der bahnfahrt fallen uns einige besondere menschen auf. immer rastloser werden sie. dieser zug zieht sie alle an. mit selbstverständlichkeit wird in der lounge musiziert, das zgt doch von offenheit. oder mythos amtrack? in denver wurde einer dieser etwas auffälligeren typen rausgezogen. kontrolliert. alle taschen ausgepackt. würdelos auf dem gleis vor aller leute augen. im zug wird aufgeregt von einer sitznachbarin zur anderen getragen, dass der mann angeblich ein GPS-gerät geklaut hätte. nichts wird gefunden.
(35.stunde)
19:54uhr: wir haben einen soziologiestudenten aus berkeley kennengelernt. er scheint sehr gut informiert über berlin. wir haben über die ähnlichkeit der anti-gentrifizierungsbewegungen in verschiedensten städten auf der welt gesprochen.
20:06uhr: weiteren sitznachbar ins gespräch einbezogen (es ist so normal jeden auf alles anzusprechen). binnen weniger sätze kommen wir auf das thema mariyuana. es ist inzwischen in colorado und washington komplett legalisiert. wir haben in berkeley öfter mal was komisches gerochen, auch dort ist es so gut wie legal. gegen eine verschreibung vom arzt, wegen z.b. rückschmerzen, ist es ohne strafe zu besitzen, konsumieren, alles. verrückte welt!
20:14uhr: sonne weg. abendbrot? abendbrot!
(37.stunde)
21:42uhr: stockduster.ab und zu erhellt ein blitz das dunkel. wir fahren durch ein gewitter. das brot wird knapp, werden wir den morgigen tag überstehen? es regnet wie hölle, die blitzfrequenz steigt auf alle paar sekunden. die klimaanlage pupst.es stinkt. aber das lichtschauspiel ist beeindruckender…hört garnicht mehr auf. es sind inzwischen sehr viele junge leute an bord, in unserem alter. tagsüber lassen sich die familien und rentnerpaare mehr blicken. die jungen männer brüllen lauter. alle sollens hören, dass sie 230 meilen gewandert sind. ich werde dieses logbuch vermissen. sonst darf ich nie so viel meckern. noch 16stunden glückseligkeit

3. Tag, 7. August (weitere zeitverschiebung um eine stunde)

(43.stunde)
5:45uhr: bumm.plötzlich fällt eine frau auf mich rauf, verklemmt sich zwischen den sitzen und ich bin erstmal wach. wir sind schon in iowa, ich hab nebraska verschlafen…d‘uh!
(47.stunde)
9:17uhr: frühstücken. aber die müsli-milch ist ranzig. bestimmt wegen des gewitters. gallert lacht darüber
(49.stunde)
11:22uhr: maisfelder und industrie. in der ferne güterzüge. wir sind früh dran, werden mal ausnahmsweise keine rspätung haben. ganz unüblich für amtrack. amtrack hat keine eigenen gleise für den personenverkehr. sie dürfen die industriegleise mitnutzen, müssen dafür güterzüge immer vorlassen. hinzukommt, dass die gleise sehr alt sind, der staat investiert nichts. nur noch 2 1/2 stunden
11:34uhr: galesbury, wieder wartet die polizei auf fahrgäste beim ausstieg. unklar
11:37uhr: immer wieder kommen mir zuggäste bekannt vor, ich weiß jetzt woher: aus den alten comedy shows, die ich früher mal geschaut habe. von „eine schrecklich nette familie“ über „hör mal wer da hämmert“ und diese andere mit der lauten mutter…wie hieß die noch gleich
(50.stunde)
12:59: die letzte stunde der fahrt bricht an. draußen immer noch maisfelder. windräder.flachland. zeit die essensreste zu vernichten, damit die taschen leichter werden. nicht mehr lang und wir sitzen wieder im zug. vorher 2 nächte im 10er schlafsaal mit geschlechtertrennung. die 3.fehlt uns noch, ohje
13:34uhr: gallert:“ich glaube, dass dieser zug verrückte anzieht“…
(51.stunde)
14:15uhr: skyline von chicago in sicht. graffiti. alle zurück an ihre plätze. gleich sind wir da. teure lofts zu seiten der gleise. mehrstöckige wohnhäuser – long time no see!
14:20uhr: ankunft in chicago! von den uncharmanten gleisen, die unter der erde enden geht es in den rotten teil der eigentlich ansehnlichen unionstation. beim gepäckabholen am laufband fehlt gallerts rucksack. noch bevor wir fragen, werden wir angesprochen. aufgrund unseres nicht chicago-amerikanisch, bekommen wir erst eine bikebox statt eines backpacks ausgehändigt…ähm…nee? nach 15min warten haben sie alle gewölbe durchsucht. gallrrts rucksack ist weg, verschollen. vermutlich irgendwo anders ausgestiegen. und das nur mit registriernummer, ohne namensschild. shite
ich bin vorlaut und frage, ob es einen ausgleich gibt, weil er sich ja jetzt neue klamotten kaufen muss für den esten tag. nach 52stunden zug – wird ja wohl ne dusche nötig (dringend). wir müssen sehr sympathisch gewirkt haben, nicht nur wurden wir bei jedem schritt begleitet, wir haben außerdem den bhf mit 100 dollar verlassen. kein schlechter deal – wenn morgen der rucksack auftaucht!!! daumen drücken, da ist alles für das nächste halbe jahr drin. die hundert dollar wären gut, um den hostelpreis etwas schmerzfreier zu gestalten: knapp 40$ pro nacht pro nase, überall wird die steuer erst im nachgang hinzugefügt :-S

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