expose me

13. Juli 2014

wenn die bibliothek dein zweites zuhause wird.
wenn kopfhörer mit deinen ohren verschmelzen.

wenn du deine wanderschuhe in den schallenden gängen zwischen den bücherregalen einläufst.
wenn der kampf um die arbeitsplätze unerbittlich in tonlosem geflüster und voll zorniger miene verläuft.

Der Zusammenhang zwischen der Einstellung mittelschichtorientierter Lehrkräfte und milieuspezifischer Diskriminierung sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler.

erster Exposé-Entwurf? ✓

wanderschuhe

29. Juni 2014

ich habe jetzt wanderschuhe.
sie sind neu. blau. und schön.

Yom HaShoaSikaronAtzmaut

16. April 2010

12 tage mit einer 15-köpfigen gruppe u.a. familiär verbunden überstanden und sogar eindrucksvolle erlebnisse gehabt. organisatorisch war es ein kleines wunder, dass es so gut gelaufen ist und die sich zwar oft ähnelnden, spontanen gespräche mit fremden (sherutfahrer, busfahrer, passant_innen, etc) haben tatsächlich spaß gemacht. ich bin sogar ein wenig stolz, aber das erst mit genügend abstand. kurze, noch fortzusetzende beschreibungen der tage können hier gefunden werden: heimatlos

nachts noch tschüss gesagt, bin ich nach 5 stunden schon wieder zur arbeit aufgestanden, die mich dann schnell wieder in meinen glücklichen alltag katapultierte.

da im judentum die tage schon am abend vorher beginnen, bin ich unvorbereitet zur gedenkzeremonie des Yom haShoa (Holocaustgedenktag) in meinem altenheim gegangen und fand mich plötzlich zwischen alten überlebenden deutschen Juden wieder, die am Ende der bewegenden Gedichte und reden die Hatikva, Nationalhymne israels, sangen. wenn ich dafür schon keine worte finden konnte, so war danach einfach unbeschreibbar, was die familiengeschichte einer meiner freundinnen dort in mir auslöste.
am yom haShoa (12.4.) direkt gab es um 10uhr 2 min. sirene und bis auf die bauarbeiter vorm elternheim stand alles in meinem blickkreis still. absurd, wie danach wiederum alles -als wäre nix gewesen- weitergeht. beeindruckend der gedanke, dass ein ganzes Land stillsteht.

diesen Sonntag geht es weiter mit dem hier noch wichtigeren yom haSikaron (Tag der der Erinnerung), an dem hauptsächlich allen gefallenen soldaten gedacht wird. familien kommen zusammen um gemeinsam zu trauern. Am 20.4., den Tag darauf ist Yom haAtzmaut, Tag der Unabhängigkeit Israels.
In vorbereitung auf diesen Tag wird jeder zentimeter mit blau-weiß behangen und auch unsere Nachbarn haben ihre Fahne schon gehisst. Meine Schule ist nicht mehr wiederzuerkennen, das Personal übt tanzmärsche mit fahnen. die idee ist auch andere nationen „vertreten“ zu haben und ich konnte gerade noch verhindern als deutschland erscheinen zu müssen. jetzt bin ich england, da mein argument, dies sei kein land, nicht zählte. mist.
alles kommt mir furchtbar merkwürdig vor, ich habe probleme mit diesem plumpen nationalismus, auch wenn natürlich außer frage steht, dass es bei diesem Land ganz anders beurteilt werden muss, als bei bis jetzt jedem anderen.
sichtweisen und vor allem perspektiven ändern sich, wenn mensch hier lebt natürlich ganz automatisch. besonders weil ich inzwischen oft nicht mehr nur die perspektive einer person mit deutscher nationalität im kopf habe (da ich hier nunmal lebe). wie schön es wäre diesen klotz der nationalität(egal welche) loszuwerden. Ich sollte vermutlich froh sein, wenigstens keine religiösen handschellen tragen zu müssen.

zur ruhe kommen werde ich also vorerst nicht. in zwei wochen kommen meine großeltern, mit denen ich das land bereise. Vorher gibts noch eine zwei-tages-wanderung mit zelt und österreicher, ne menge interessante gespräche mit den hiesigen kommunist_innen und schön viel extra arbeit, da meine kollegin jetzt schon weiß, dass sie krank sein wird. bei dieser furchtbaren cheffin kein wunder. naja und dann? dann kommt endlich jemand zurück nach hause mit dem der sommer bestritten wird.

bleibt nur eins: die frage nach der zukunft. was werden? wofür bewerben? vorschläge gern gesehen.

dazwischen oder: radikal gemäßigt

6. September 2009

nicht mehr hier und noch nicht da.

am freitag gehts los. heute konnte ich vom vorbereitungsseminar fliehen – nicht aber von den entsendegottesdiensten. religion ist immer noch nix für mich.

das seminar macht wenig spaß. die leute sind alle so gemäßigt. ich traue mich meine politischen ideen nicht mal zu äußern, denn ihre gemäßigte einstellung verteidigen sie radikal. wenn auf diskriminierung in der sprache aufmerksam gemacht wird, bist du nur noch die „feministin“ (ausnahmsweise nicht ich). von dem anderen israelfreiwilligen, der mit einer organisation weggeht, die hauptsächlich mit opfern der shoa arbeitet und von seinen freund_innen eine signierte deutschlandfahne mitnimmt, will ich gar nicht anfangen… „deutschlands ruf im ausland verbessern“ – eigentlich nicht das ziel

küsse

berliner_innen ihr kennt eure stadt nicht!

22. August 2009

das war auf dem teufelsberg in einer der kuppeln.

diesen ausflug kann ich nur empfehlen. etwas zum nervenkitzel beigetragen hat außer der höhenlage ohne absicherung der fakt, dass das zaunloch, welches uns den eintritt ermöglichte, ein paar stunden später professionell verschlossen war. aber ein paar tourist_innen hatten schon ein neues eröffnet.

teufelsberg radartuerme
dazu passender Musiktitel von Funny van Dannen:

naja und außerdem haben wir scooter (hans peter baxxter) beim photoshooting fürs neue album überrascht und gleich mal 120€ für zwei bilder in der BILD-Zeitung abgesahnt. hat sich doch gelohnt.

scooter photoshooting fürs neue album h.p. baxxter von scooter beim telefonieren

und um diese glücksträhne zu vollenden hat der fotoladen meines vertrauens erklärt, dass ich an meiner kaputt-gedachten-kamera nur den aufzieher nicht richtig durchgezogen hab und alles ganz ist.

da können doch Hiobsbotschaften wie der 2. Einbruch in meiner zukünftigen wg nicht erschrecken. zumal meine hiesige hausratsversicherung ohne aufzahlung auch im ausland gilt! und ich hatte ne ausrede mir eine 2,5′‘ externe festplatte zu kaufen um meine daten immer bei mir zu haben.

trommeln

3. August 2009

es ist wie ein leises hintergrundgeräusch…gewesen….denn langsam wird es lauter und ich meine auch, dass der rhytmus sich etwas verschnellert hat: das trommeln. und ich sitze da und warte auf den großen paukenschlag. bei haydn diente er dazu die alten herrschaften, die nur zum quatschen und schlafen ins konzert gingen wieder aufzurütteln. ich bin gespannt, was er bei mir bewirkt. und bei euch.

im moment hat das trommeln mich sonntag früh nicht schlafen lassen und ich habe internetshopping betrieben, meine ersparnisse rausgeworfen und von meiner einkaufsliste einiges streichen können:
die kamera
das netbook
das hebräisch-lernbuch
der tagesreisenrucksack
die regen/winterjacke
kamera zubehör (stativ?, putzzeug!, batteriegriff?, uv-filter!)

hoffentlich hat sich das lange sparen gelohnt. diese woche wird die woche des paket-für-mich-öffnens!

„von nun an ging’s bergab“*

5. März 2009

bin viel öfter krank, habe ständig Rückenschmerzen und jetzt auch noch dauernerveinklemmung mit massiver bewegungseinschränkung.

warum?

a) ich werde einfach alt.
o d e r
b) mein kopf ist zu schwer.

letztens hatte eine (mitlesende) freundin den megagenialen vorschlag gemacht in ein paar jahren eine senior_innen WG aufzumachen und gemeinsam über das bald auslaufende kindergeld zu jammern, rommy zu spielen und tiershows im tv zu gucken. ich bin hundertpro dabei und freue mich schon darauf.

frührente für alle. und zwar sofort.

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*Hildegard Knef

….wer mir jetzt mehr sport empfiehlt bekommt beim nächsten mal meine sportliche seite zu spüren. brr!

…vielleicht doch nen führerschein machen?

19. Januar 2009

wasserwerfer

wasserwerfer jetzt auf ebay ersteigern!

auch verliebt in den neusten Trend?

16. Januar 2009

ICH SCHON!

neu ist es eigentlich längst nicht mehr und Trend ist es vermutlich nur unter den poserigeren Student_innen und den Weltreisenden.

Vor ein paar Tagen durfte ich für heimatlos ein netbook kaufen. Da sich einen Monat vorher mein Macker einen eee PC 901 von asus gekauft hatte, konnte ich mit etwas Wissen prahlen und habe den heimatlosen die neuere Version des eee besorgt (eee pc 1000 H, scheint mir allein schon wegen der akkuleistung besser als der viel gelobte aspire one von acer). Und da das hübsche Stück erst am 28. Januar Berlin verlässt, darf ich jetzt noch ein wenig damit spielen. Der Abschied wird mir sehr schwer fallen. So leicht, so schnell, so unkompliziert, so gutaussehend………….
Wenn ich bald für länger weggehe, auf meine fast Weltreise (immerhin außerhalb Europas), dann kauf ich mir vielleicht auch so eins….oder schon vorher?

Leider ist alles für den Flug zu den beiden heimatlosen drauf gegangen. Aber das ist es auch wert!!!

Abiball

5. Juli 2008

…während dem EM-Finale.
schulleiter_in: „du guckst fußball?!“
ich: „ja, bin aber für spanien…“
schulleiter_in: „hehe, ich auch, hauptsache gegen deutschland!“

ansonsten? mein kleid hatte rosa punkte.

schuhetausch:
wie krass sind deine?
„wie krass sind deine?“


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