Punkrockimpressionen Tel Aviv

17. September 2010

der typ der da vor mir und in meinem gesicht so wild seine haarmähne* schüttelt verbreitet herbal essence-haarshampoo geruch

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*subkultur in israel is nich so fülle. die punks sind entsprechend des allgemeinen trends stylisten und verbringen eben so viel zeit vorm spiegel wie ein jeder player. die musik von z.b. m.e.s.s rockt dennoch. auch wenn die sängerin plötzlich kitschig ihrem knutschi (neues wort im wortschatz!) einen song widmet und von der bühne stürmt und ihn abküsst. punkrockillusionen

This is it

20. August 2010

נגמר העבודה!

endlich ist die arbeit alle.

kein füttern, zähneputzen, popo abwischen, duschen, umziehen, rumschieben mehr und so unangenehm die tätigkeiten klingen, ich will nicht drüber nachdenken, dass es aus ist. aus und vorbei, dramatisch, tragisch, nicht auszuhalten. werden sie noch da sein, wenn ich das nächste mal zu besuch komme?

und der abschied von den alten steht noch aus. hossa.

der abschied war ganz schön fies zu mir. oder waren es einfach die direktorinnen, die sagten, ich würde kein dankes-geschenk für ein jahr harte, freiwillige arbeit verdienen, weil ich am letzten schultag lieber etwas mit meinen eltern unternehmen wollte…? nun, ein jahr dieser art mit so unschönem ende, das schmerzt – geschenk egal, aber kein danke, kein richtiges tschüss?

alles irrelevant. meine direkten kolleginnen und ein bissl auch die jugendlichen haben mir ihren dank gezeigt *schnulz* fraglich, ob dank bei freiwilliger tätigkeit, die gerne gemacht wird und aus eigenem antrieb heraus, erwartet werden sollte. was ist der mensch ohne anerkennung. *trief*

jetzt gehts ans reisen, jippieh! bei der hitze anstrengender wie arbeit.

golan, wüste, jordanien (im prinzip auch nur wüste) und hoffentlichhoffentlich ägypten.

zurück? wenns denn sein muss, ende september.

busfahren

19. Oktober 2009

sonntag, dienstag, mittwoch und donnerstag fahre ich jeden morgen und jeden nachmittag bzw. abend je 1,5 stunden bus.
im vergleich dazu: bei meinen vorherigen besuchen wurde uns busfahren gänzlich verboten, in deutschland gabs damals noch den tip mit auf den weg, immer ganz hinten sitzen.
heute ist mein stammplatz immernoch fast ganz hinten. das liegt aber nicht an der angst vor einem attentat, die ist irgendwie gar nicht in meinem kopf, sondern viel mehr daran, dass es unbedingt notwendig ist in israelischen bussen vorwärts zu sitzen. wer steht hat eh komplett verloren und rückwärtssitzenden wird schlecht, egal wie stark der magen ist – wer was anderes sagt lügt!

obs ein zeichen für die dörflichkeit haifas ist, verglichen mit berlin? wer weiß. auf jeden fall fahre ich jeden der gegannten morgen mit dem gleichen busfahrer. der trägt eine schiebermütze und scheint ganz nett. aber ich bin berlin gewohnt und hier ist alles anders. besonders die busfahrer sind entspannter – es kann sein, dass große gruppen mit gepäck für ein jahr einsteigen, alle fahrkarten kaufen müssen und der bus über 5 minuten dafür steht und dennoch gibts keine maulerei.
mein fahrer hat eine freundin, die jeden morgen an der gleichen haltestelle einsteigt und immer vorm krankenhaus für den fahrer und einige fahrgäste die kostenlose zeitung holt, die dort verteilt wird. wenn sie wieder eingestiegen ist guckt sie in die runde und alle die ne zeitung wollen melden sich. ich find das alles sehr beeindruckend.

und die kontrolleure? die sind alte gemütliche typen in uniform, die gemach gemach durch den bus laufen, vielleicht alle paar wochen mal…und in berlin?

trommeln

3. August 2009

es ist wie ein leises hintergrundgeräusch…gewesen….denn langsam wird es lauter und ich meine auch, dass der rhytmus sich etwas verschnellert hat: das trommeln. und ich sitze da und warte auf den großen paukenschlag. bei haydn diente er dazu die alten herrschaften, die nur zum quatschen und schlafen ins konzert gingen wieder aufzurütteln. ich bin gespannt, was er bei mir bewirkt. und bei euch.

im moment hat das trommeln mich sonntag früh nicht schlafen lassen und ich habe internetshopping betrieben, meine ersparnisse rausgeworfen und von meiner einkaufsliste einiges streichen können:
die kamera
das netbook
das hebräisch-lernbuch
der tagesreisenrucksack
die regen/winterjacke
kamera zubehör (stativ?, putzzeug!, batteriegriff?, uv-filter!)

hoffentlich hat sich das lange sparen gelohnt. diese woche wird die woche des paket-für-mich-öffnens!

Das Ding mit dem Essen II

26. Februar 2009

(erster teil)

trotzdem ich jetzt also schon wieder eine weile fleisch esse, tue ich mich immer noch sehr schwer damit.
Ganz einfach sind schnitzel, also essen. sogar zubereiten, sprich das rohe fleisch anfassen geht inzwischen – mit einiger überwindung – klar.
nach meinem ersten versuch einen broiler zu essen habe ich fast gekotzt, doch langsam hab ich mich auch damit arrangiert.

das problem ist jedoch keinesfalls der geschmack, meine vorstellungskraft brennt mir mir durch. Wenn zu leicht vorstellbar ist, was es ist, geht es nicht.

Höhepunkt war das liebevoll zubereitete eisbein, welches mir letztens kredenzt wurde. da ich die marke erziehung genossen habe, die zum kosten verpflichtet, stach ich rein und hervorkam ein kleiner fluss rotes blut……dieses Stcük Schwein ist umsonst gestorben.

interessant war dann auch die Erfahrung beim Edelbuffet letzte Woche, meine französische kollegin erzählte etwas von „Ochsenbacken“, die es geben würde. Bis ich es sah und es auf meinem Teller landete, dachte ich sie würde mich verarschen oder ihr deutsch ist doch noch nicht so gut. ….was soll ich sagen, auch dieser Name (zu spezifisch und Phantasie anregend) machte mir das zwar sehr zarte Fleisch nicht gerade schmackhaft.

ich bin eine mimose :(

das sockenmonster

1. Februar 2009

seit ein paar monaten wütet das sockenmonster, von ursprünglich 10 Sockenpaaren sind 3 übrig geblieben und 2 davon bestehen aus ungleichen partnern. (UNGELOGEN!!)
wie kann das sein?

für hinweise bitte die kommentarspalte nutzen, auch für bildliche indizien bin ich dankbar.

mir gewidmet

11. Dezember 2008

Weil das Gedicht von dissen so schön war:

„Meine Liebe LPS….FÜR DICH:

Buschido und Sido sind bloß Kot
Ich zeige ihr mein Boykott

LPS, das sage ich nur dir
Und werden die Brücken schlagen wir

Die Weltsherrschaft interessiert mich nicht
ich widme mein Leben für dich

Wir können zusammen die Welt umdrehen
Und immer wieder zum Tanzen gehen

Die Sprache des Körpers nicht einfach
Aber wir liegen auf dem Dach

Und Sonne scheint nicht besonders hell
Aber die scheint nicht nach dem Befehl

LPS, springe nicht bitte allein
Ich gehe mit dir auf dem Seil

Und wenn wir sterben müssen,
Kann man das machen ohne küssen

KEIN VERGEBEN, KEIN VERGESSEN
LPS UND ****** SIND LEBENSWESEN!“

Der Dank geht an meinen Lieblings-russischen-Tierrechtler (Der einzige den ich persönlich kenne).

Abiball

5. Juli 2008

…während dem EM-Finale.
schulleiter_in: „du guckst fußball?!“
ich: „ja, bin aber für spanien…“
schulleiter_in: „hehe, ich auch, hauptsache gegen deutschland!“

ansonsten? mein kleid hatte rosa punkte.

schuhetausch:
wie krass sind deine?
„wie krass sind deine?“

brautstrauß

16. Mai 2008

gefangen!
ich!
heute!!!!!!!

ICH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

(mit hechtsprung)

ps: alles gute an das glückliche paar! gott hatte recht!
2.ps: brautstrauß bleibt brautstrauß und blaukraut bleibt blaukraut!

sexistische (drecks-)köter?

25. April 2008

als vor ein paar tagen der vater meiner guten freundin und gleichzeitig auch hundebesitzerin sagte: der hund knurre mich an, weil ich halt so männlich aussähe, war ich doch etwas schockiert. das letzte mal, dass mir jemand dermaßen plump entgegengetrat was die definition meines geschlechts an geht, war in malaysia -sommer 2004- als die hostelinhaberin meinen eltern für ihren hübschen sohn (ich) gratulierte.
hunde (ich darf pauschalisieren, es ist mir bereits bei 2 (!) kötern untergekommen) stehen also mehr auf frauen. sie unterscheiden den menschen in geschlechter? haben sie ein geschlechterbild? „die dunklen klamotten“ – begründete besagter vater seine steile these. „die hohe stimme“ sagte der -wohl eifersüchtige- mitbewohner der einen anderen hundebesitzerin. hunde stehen ja total drauf wenn mensch (also frau) mit immer höher werdender stimme auf sie einredet. „dutzidutzidutzi, ja bist du ein feiner, dutzidutzidutzi“
wenn ich das höre könntsch och glatt ausflippen.

ps: morgen lk englisch zentral-abi-prüfung. nur weil ich blogge heißt das nicht, dass ichs nicht ernst nehme, oder? für englisch KANN ich einfach nicht lernen


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